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Konjunkturtacho I/2007 |
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| Carcom Konjunkturtacho I/2007 |
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Trübe Stimmung trotz blauem Himmel |
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(Wiesbaden) Die ersten drei Monate des Jahres 2007
haben den Schwung des Jahresendspurts
der Automobilbranche 2006 ein wenig herausgenommen. Überraschter als erwartet reagiert
die Automobilbranche nach dem ersten Quartal des Jahres 2007 auf die verhaltenen
Kaufbereitschaft der deutschen Konsumenten. Offensichtlich wurde das Ausmaß der
vorgezogenen Käufe, die vor dem Hintergrund der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung
praktiziert wurden, von der Branche unterschätzt. Mit 65 Punkten schließt der Carcom
Konjunkturtacho nach dem ersten Quartal 2007 neun Punkte niedriger ab, als im Vorquartal. |
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Offensichtlich hellt auch das freundliche gesamtwirtschaftliche Klima in Verbindung
mit sonnigen Vorsommerwetter die Gemüter der Branche nicht
nachhaltig auf. Das schlechte Zulassungsergebnis der ersten drei Monate hat die Stimmung bei allen befragten Marktteilnehmern
in den Keller rauschen lassen. Vor allem der Automobilhandel nähert sich dem historischen
Stimmungstief seit dem Start des Konjunkturtachos vor nunmehr nahezu fünf Jahren. Mit 47 Punkten liegt die Handelsebene nochmals 8 Punkte unter dem Wert des Vorquartals.
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Ähnlich verhält sich das Geschäftsklima bei den Automobilherstellern. Ende vergangenen
Jahres noch sehr zuversichtlich in das neue Jahr gestartet, schlagen die vorgezogenen
Verkäufe des vergangenen Herbstes doch stark auf das Gemüt der Hersteller. Auf rund
90.000 Einheiten schätzen
Experten die Anzahl der Fahrzeuge, die zusätzlich vor
der Steuererhöhung gekauft wurden – und jetzt natürlich in den Zulassungszahlen
fehlen. Da konnte auch der Genfer Salon mit seinen appetitlichen Neuvorstellungen
keine weitere Stimulanz verleihen.
Bei den Zulieferern schlägt die Konjunkturkurve zwar ebenfalls nach unten durch,
hat aber hier allenfalls die Dimension einer „Delle“. Erfreut nehmen die Komponentenhersteller
den Trend der Hersteller und Händler zur Kenntnis, Paketangebote in Form von Service-
und Teileabsatzfördernden Wartungsverträgen, Finanzierungsangeboten und Versicherungsleistungen
zu bündeln. Schließlich lösen diese Pakete Kundenbindungseffekte aus, die sich positiv auf die Verkäufe im Werkstatt- und Teilegeschäft auswirken – während sie gleichzeitig den Handel aus der Barrabattfalle befreien. Mit einem Minus von lediglich fünf auf
66 Punkte stabilisieren sich die Zulieferer auf dem erreichten hohen Zufriedenheitsniveau.
Gleiches gilt auch für die Finanzdienstleister, die sich mittlerweile stabil im
Bereich um 88 Punkte halten. Sie setzen auch weiterhin auf die absatzfördernden Effekte ihrer Angebote. Der Trend zur Finanzierung oder zum Leasing des Fahrzeugs
hält auch weiterhin an. Zwar bleiben im Großflottengeschäft die Probleme mit den
rapide fallenden Restwerten bestehen, im Privatkundenbereich jedoch entwickelt sich
das leasen des Fahrzeugs zu einer probaten Form des Fahrzeugerwerbs.
„Sobald die Auswirkungen der vorgezogenen Käufe kompensiert sind, wird sich das
automobile Konsumklima dem allgemein positiven Wirtschaftsklima wieder anpassen,“
ist sich Dr. Jürgen Freitäger von der Carcom Unternehmensberatung sicher. „Schon
im kommenden Quartal erwarten wir eine signifikante Verbesserung des Geschäftsklimas.“
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