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Konjunkturtacho IV/2006 |
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| Carcom Konjunkturtacho IV/2006 |
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| Optimismus überwiegt |
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(Wiesbaden) Gegen alle Prognosen der
Experten bleibt die Automobilbranche auch über das Jahr 2006 hinweg optimistisch. Mit
74 Punkten schließt die Gesamtauswertung des Carcom Konjunkturtachos noch drei Punkte
über dem ohnehin schon hohen Niveau des Vorquartals. Vor allem die Automobilzulieferer
sehen dem neuen Jahr mit einer gehörigen Portion Zuversicht entgegen. Dagegen rechnet
der Handel mit einer „Absatzdelle“ im ersten Quartal des neuen Jahres. Denn die
Mehrwertsteuererhöhung hat zu geschätzten 80.000 vorgezogenen Pkw-Käufen in den letzten
Monaten des Jahres 2006 geführt. |
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Insgesamt dürfte das freundliche gesamtwirtschaftliche Klima und die Einführung
wichtiger neuer Modelle – wie beispielsweise die neue C-Klasse von Mercedes oder der
Ford Mondeo – verantwortlich sein für die stabil optimistische Grundhaltung der
Autohersteller und Importeure. Zudem scheint der Trend zu ruinösen Barrabatten
rückläufig zu sein. Die Kunden freunden sich zunehmend mit den attraktiven
Paketangeboten aus Wartungsverträgen, Finanzierungsangeboten und Versicherungen an.
Für die Hersteller ein klares Signal, den eindimensional gestrickten Barrabatten mit
intelligenten Formen von Kundennachlässen zu begegnen.
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Denn gleichzeitig lösen die Hersteller mit diesen Paketen Kundenbindungseffekte aus, die sich
nachhaltig auf die Verkäufe im Werkstatt- und Teilegeschäft auswirken. Für die Zulieferer eine gute
Nachricht, die sich in einer rapide ansteigenden Zufriedenheitskurve niederschlägt. Von 52 auf 71
Punkte schlägt das Konjunkturthermometer aus und erreicht damit die höchste bislang gemessene
Punktzahl der Teileproduzenten in der fast fünfjährigen Geschichte des Carcom Konjunkturtachos.
Während die Autobanken auch weiterhin auf die absatzfördernden Effekte der Finanzdienstleistungen
setzen, schlägt die Stimmung im Handel extrem nach unten aus. Mit 55 Punkten erreicht der Handel
den tiefsten Punkt seit zwei Jahren. Auch die guten Zulassungsergebnisse des vergangene Quartals
können die schlechte Gemütslage nicht aufhellen. Direkt an der Verkaufsfront wird die
Mehrwertsteuererhöhung deutlich dramatischer eingeschätzt. Sowohl Handel als auch Hersteller gehen
davon aus, dass der dreiprozentigen Aufschlag gegenüber dem Kunden nur zu 75% an die Kunden
weitergereicht werden kann.
„Es bleibt abzuwarten, wie die Marktteilnehmer mit der neuen Mehrwertsteuer-Situation umzugehen
lernen,“ ist sich Dr. Jürgen Freitäger von der Carcom Unternehmensberatung sicher. „Die Hersteller
haben zumindest in der jüngeren Vergangenheit lernen müssen, dass sie über Rabattschlachten keine
Marktanteile gewinnen können. Das wird sich positiv auf die Qualität der absatzfördernden Maßnahmen
auswirken.“
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