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Carcom Konjunkturtacho IV/2005
 
Dezember ist Spielverderber
 
(Wiesbaden) Die vergleichsweise schlechten Zulassungsergebnisse des Dezembers haben die gute Grundstimmung der Automobilbranche auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mit 67 Punkten hat der Gesamtindex des AUTOMOBILWOCHE Konjunkturtachos 4/2005, der in Zusammenarbeit mit der Wiesbadener Unternehmensberatung CARCOM im dreimonatigen Rhythmus erhoben wird, gegenüber den 77 Punkten aus dem Vorquartal deutlich an Tempo verloren. Vor allem Hersteller und Handel sind mit den Ergebnissen des vierten Quartals nicht zufrieden. Die nachlassende Marktdynamik gegen Ende des Jahres drückte deutlich auf die optimistische Erwartungshaltung in den Vertriebsorganisationen, die von den guten Spätsommer-Zulassungsergebnissen genährt wurde.

Mit kostenintensiven Marketingaktionen wurden die Zulassungen der beiden letzten Monate des Jahres zwar noch gerettet, hängten jedoch dunkle Wolken über die Stimmungslage der Vertriebsorganisationen. Lediglich 59 Punkte verzeichnet der Konjunkturtacho im Bereich „Zufriedenheit mit dem zurückliegenden Quartal“.

Entsprechend rückläufig sind die Einzelergebnisse der Sparten. Während die Stimmungslage bei Herstellern (minus 7 Punkte) und Handel (minus 5 Punkte) auf mittlerem Niveau einbrach, zeigt das Stimmungsbarometer bei den Zulieferer mit minus 16 Punkten schon eher auf Sturm.

Offensichtlich konnten die hohen, selbstgesetzten Ziele nicht in vollem Umfang erreicht werden. Über den Jahresverlauf gesehen, hat sich die Stimmungslage der Zulieferer auf durchschnittlich 59 Punkten stabilisiert und damit um 4 Punkte gegenüber dem Vorjahresschnitt zugelegt.

Ähnliches gilt für die Finanzdienstleister. Zwar haben sie mit 88 Punkten genau 10 Zähler gegenüber dem Vorquartal verloren, konnten aber das vergleichsweise hohe Niveau über das gesamte Jahr halten. Angesichts einer steigenden Finanzierungsquote, die eng mit dem wachsenden Marktanteil gewerblicher Zulassungen verknüpft ist, gehören die Banken auch weiterhin zu den Gewinnern der Automobilbranche.

Kompensiert wird die gedrückte Zufriedenheit von den optimistischen Erwartungen der Hersteller und des Handels an die nähere Zukunft. Die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen, speziell die für 2007 angekündigte Erhöhung der Mehrwertsteuer werden die Zulassungsergebnisse stimulieren. Das erwartete Aufleben der Binnenkonjunktur schlägt sich ebenfalls in der Erwartungshaltung nieder, so dass die Branche insgesamt zuversichtlich in das neue Jahr einsteigt.

 
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