Wiesbaden.
59% der Geschäftsführer und Vertriebsleiter
der Automobilhersteller planen in den kommenden 1 bis 2 Jahren, die Vertriebssteuerung
und Händlerbetreuung ihrer Marke zu ändern. Zu diesen Ergebnissen
kommt eine Expertenumfrage der auf Vertriebsberatung spezialisierten
Unternehmensberatung Carcom. Befragt wurden Geschäftsführer
und Vertriebsleiter von Automobilherstellern und Importeuren und Geschäftsführer
großer Autohändler. Vertreter von 22 Automarken nahmen an
der Studie teil. Die befragten Händler verkauften in 2003 durchschnittlich
7.000 Neuwagen.
Der klassische Gebietsmanager hat es schwer mit der Betreuung der großen
Händler. Die Geschäftsführer dieser Händler sind mit
der aktuellen Vertriebsbetreuung nicht zufrieden. Sie geben im Durchschnitt
die Schulnote 3,2. Kritik hagelt es bei der Entscheidungskompetenz. „Ich
muss nicht mit jemand reden, der nichts entscheiden kann,“ so ein
Händler. Große Händler stimmen die für sie wesentlichen
Vertriebsthemen zunehmend direkt mit dem Management der Hersteller ab.
Geschäftsführer, Vertriebs- und Marketingleiter werden immer
stärker ins Tagesgeschäft gezogen.
Infolge der Vielfalt der Aufgaben sehen die Händler bei ihren direkten
Ansprechpartnern deutliche Kompetenzprobleme. Der Außendienst vor
Ort sei überlastet mit vertriebsfremden Aufgaben und trouble shooting.
Der Absatzbedeutung der großen Händler werde die aktuelle Vertriebsbetreuung
nicht gerecht. |