Navigationslinks überspringen.
Hersteller und Händler mit aktueller Vertriebssteuerung unzufrieden    
Carcom Expertenumfrage: Große Händler kritisieren Außendienst
 

Ganz oben auf der Wunschliste stehen für die großen Händler Marketing- und Vertriebsaktionen, die individuell auf ihre Verkaufsschwerpunkte zugeschnitten sind. Der Einführung eines Key Account Management wird zentrale Bedeutung beigemessen. Der Außendienst soll vor Ort mit mehr Entscheidungskompetenz ausgestattet sein. Dagegen werden die von Herstellern initiierten Abstimmungskreise mit großen Händlern als wenig zielführend und als zeitraubende „Debattierclubs“ angesehen.

Auch auf Herstellerseite werden zum Thema Händlerbetreuung gewisse Bauchschmerzen deutlich. Die befragten Führungskräfte sind mit der Betreuung großer Händler weniger zufrieden (Schulnote 2,50) als mit der kleiner Händler (Schulnote 2,25).

Deutliche Unterschiede in der Eigen- und Fremdwahrnehmung zwischen Herstellern und Handel werden bei den Volumenmarken sichtbar. Während Volumenhersteller mit der Händlerbetreuung hoch zufrieden sind (Schulnote 1,5), erhält diese von den Händlern, die diese Marken vertreten, nur die Note 3,0.

92% der befragten Experten bei Herstellern sind der Meinung, dass sich Art und Qualität der Händlerbetreuung in den kommenden 2-3 Jahren verändern müssen. Analog zur Händlermeinung werden die Schwerpunkte der Veränderung in mehr Kompetenzen für den Außendienst, der Einführung eines Key Account Management, Abstimmungskreisen mit großen Händlern und auf große Händler zugeschnittenen Marketing- und Vertriebsaktionen gesehen. Die Vertriebsarbeit soll sich stärker auf die „Leistungsträger unter den Händlern“ konzentrieren.

Carcom unterstützt Automobilhersteller bei der Identifikation von Effizienzpotentialen und bei der Effizienzsteigerung im Vertrieb.

Wiesbaden. 59% der Geschäftsführer und Vertriebsleiter der Automobilhersteller planen in den kommenden 1 bis 2 Jahren, die Vertriebssteuerung und Händlerbetreuung ihrer Marke zu ändern. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Expertenumfrage der auf Vertriebsberatung spezialisierten Unternehmensberatung Carcom. Befragt wurden Geschäftsführer und Vertriebsleiter von Automobilherstellern und Importeuren und Geschäftsführer großer Autohändler. Vertreter von 22 Automarken nahmen an der Studie teil. Die befragten Händler verkauften in 2003 durchschnittlich 7.000 Neuwagen.

Der klassische Gebietsmanager hat es schwer mit der Betreuung der großen Händler. Die Geschäftsführer dieser Händler sind mit der aktuellen Vertriebsbetreuung nicht zufrieden. Sie geben im Durchschnitt die Schulnote 3,2. Kritik hagelt es bei der Entscheidungskompetenz. „Ich muss nicht mit jemand reden, der nichts entscheiden kann,“ so ein Händler. Große Händler stimmen die für sie wesentlichen Vertriebsthemen zunehmend direkt mit dem Management der Hersteller ab. Geschäftsführer, Vertriebs- und Marketingleiter werden immer stärker ins Tagesgeschäft gezogen.

Infolge der Vielfalt der Aufgaben sehen die Händler bei ihren direkten Ansprechpartnern deutliche Kompetenzprobleme. Der Außendienst vor Ort sei überlastet mit vertriebsfremden Aufgaben und trouble shooting. Der Absatzbedeutung der großen Händler werde die aktuelle Vertriebsbetreuung nicht gerecht.

 

Gerne vertiefen wir Details und Konsequenzen der Studie telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch. Bitte wenden Sie sich an Dr. Jürgen Freitäger.