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Carcom Automobil-Umfrage zur Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) |
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| Umfrage der Automobilwoche: Multibranding schadet
nicht der Markenidentität |
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| (Wiesbaden) Uneinheitlich beurteilt die
Automobilbranche die künftige Entwicklung des europäischen Automobilvertriebs
nach der geplanten Neuordnung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO),
die wie geplant im Oktober in Kraft tritt. Dies ist das Ergebnis einer
von der AUTOMOBILWOCHE bei der Carcom Services GmbH, Wiesbaden, in
Auftrag gegebenen Studie. |
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Während
die deutschen Autobauer zunächst einmal die für den 17. Juli
angekündigte endgültige Entscheidung aus Brüssel abwarten
möchten, um ihre Stellungnahmen abzugeben, ist das Meinungsbild
bei der Mehrzahl der in Deutschland ansässigen Importeursmarken
deutlich gefestigter. Mehrheitlich setzt man dort auf die selektive Vertriebsvariante.
Bei den Importeuren geht man im Übrigen davon aus, dass die Neuordnung
vorerst nur marginale Auswirkungen auf die vorhandenen Vertriebsstrukturen
haben wird. So erwarten die Verantwortlichen, dass zwar die großen
Handelsorganisationen von den Neuregelungen ihren Nutzen haben werden
- doch auch den kleinen Händlerbetrieben wird eine profitable Zukunft
prognostiziert.
Eine zentrale Erkenntnis der Carcom Befragung ist, dass es Hersteller
und Importeure ihren Händlern selbst überlassen wollen, ob
sie die geplante Niederlassungsfreiheit nutzen wollen - mit Unterstützung
können die Händler allerdings nicht rechnen.
Sämtliche Studienteilnehmer sind der Auffassung, dass auch zukünftig
der exklusive Markenhandel das geeignete Geschäftsmodell ist:
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Fast die Hälfte der Befragten befürchtet, dass
die Markenidentität beim Mehrmarkengeschäft leidet. Wenig über-raschend
ist deshalb die Aussage zu bewerten, dass man Vertriebsaktivitäten über
Supermarktketten auch zukünftig eine Absage erteilen wird.
Wenig Entwicklungsmöglichkeiten sehen die After Sales-Verantwortlichen
auch in Zukunft für freie Werkstätten im Servicebereich. Über
90 Prozent der Teilnehmer äußerten bei der Befragung die Überzeugung,
dass die Freien nicht mehr als 10 - 30 Prozent Anteil Markt für
Reparatur- und
Serviceleistungen auch in den kommenden Jahren nicht über
30 Prozent steigern können - Hersteller wie Importeure setzen auch
weiterhin auf die Strahlkraft der Marke und die Servicequalität
des Fachhandels. Qualitätseinbußen im Servicebereich seien
insofern nicht zu erwarten.
Das Resümee der Carcom Studie fällt entsprechend
zuversichtlich aus. Ludger Schulte, Carcom Geschäftsführer: "Das
Regelwerk aus Brüssel ist zumindest für die nähere Zukunft
längst nicht so brisant, wie es in den ersten Wochen der Diskussion
teilweise dargestellt wurde. Von einer Revolution für sämtliche
am Prozeß beteiligten Hersteller, Händler und Kunden zu sprechen,
ist sicherlich verfrüht.
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